I. | VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt – SG Concordia/An der Lache 3:3 (0:1)

In einer kampfbetonten und zerfahrenen Partie erkämpften sich unsere Grün-Weißen, trotz Rückstand, einen Punkt. Von Beginn an fand unsere Mannschaft nur schwer ins Spiel. In der Auftaktviertelstunde wirkte die Defensive unsortiert und folgerichtig musste man den frühen Gegentreffer bereits in der 10. Spielminute hinnehmen. Auch danach lief in der 1. Halbzeit nicht viel zusammen bei der Heimelf. Die einzige Chance aus dem Spiel heraus erspielten sich Ruch und Körner in der 18. Minute durch schönes Direktpassspiel. Den Ausgleichstreffer durch Hucke 5 Minuten später verwehrte der Schiedsrichter und entschied auf Behinderung des gegnerischen Torwarts. Dies sollte jedoch nicht die einzige umstrittene Entscheidung des Unparteiischen bleiben. So verletzte sich unser Spieler Fesser kurz vor der Halbzeitpause nach einem der vielen intensiv geführten Zweikämpfe und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Nochmals gute Besserung an dieser Stelle!
Auch Halbzeit zwei startete alles andere als geplant. So musste man bereits nach einer knappen Minute den 0:2-Rückstand hinnehmen. Bei einem lang geschlagenen Ball waren sich Rudolph und Friese nicht einig und ließen den Gästestürmer passieren, welcher eiskalt die Führung ausbaute. Während sich die Gäste weiter auf lange Bälle konzentrierten, versuchten sich unsere Spieler immer mehr in die schwierige Partie hineinzukämpfen. Mitte der zweiten Hälfte dann der nächste Aufreger. Neumann schob nach Ruch’s Zuspiel ins leer Tor ein. Dass dieser dabei im Abseits gestanden haben soll, war wohl einzig und allein die Meinung des Linienrichters. Wenige Minuten später gab es jedoch nichts zu deuten. Hucke nutze Ruch’s Zuspiel zum fälligen Anschlusstreffer in der 78. Minute. Damit war der Bann gebrochen für eine grün-weiße Schlussoffensive. Mitten in die Druckphase hinein dann der nächste Dämpfer. Nachdem der Gästestürmer den Ball mit der Hand in den Strafraum mitgenommen hatte, konnte dieser nur noch per Foul durch Armstroff gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter hätte Schultze beinahe noch gehalten, dennoch stand es kurz vor Schluss 1:3. Trotzdem steckte unsere Mannschaft bis zum Schluss nicht auf. Zunächst verkürzte Ruch in der 85. Minute, eingeleitet durch einen verunglückten Rückpass der Gästeabwehr. Belohnt wurden die Mühen dann in der Nachspielzeit. Armstroff nutzte die letzte Gelegenheit in der 93. Minute und ließ dem gegnerischen Schlussmann mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance. Nach dieser Szene erfolgte der Schlusspfiff und der Jubel auf Seiten der Grün-Weißen war dementsprechend groß. Insgesamt ging die Punkteteilung für beide Teams in Ordnung, fühlte sich für die Heimmannschaft jedoch eher wie ein Sieg an. Damit blieb man auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und setzte sich weiter im oberen Mittelfeld der Tabelle fest.