I. | FC Erfurt Nord – VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt 1:3 (1:2)

Grün-Weiß die besten im Erfurter Norden
Nachdem die Spielgemeinschaft von der Lache am letzten Wochenende mit 4:2 nach Hause geschickt worden, stand vergangenen Samstag das Derby gegen den selbsternannten Aufstiegsfavorit FC Erfurt Nord an. Die Vorzeichen standen für die Grün-Weißen alles andere als gut, da einige Verletzte, unter anderem Kapitän Marcel Pfreimer, zu beklagen waren. Dennoch war die Körner-Truppe gewillt, die Siegesserie von bisher fünf Spielen in Folge nicht abreißen zu lassen – besonders gegen den Stadtrivalen, für welchen seit dieser Spielzeit das grün-weiße Urgestein Stephan Wetzold aufläuft.
So begann die Partie mit einem optisch überlegenen Gastgeber und tiefstehenden Gästen. Nord versuchte durch viel Ballbesitz und Spielverlagerungen die Grün-Weißen aus der Reserve zu locken, doch die Männer von Maik Körner zeigten an diesem Tag eine hochdisziplinierte Leistung und so gelang es dem Favoriten aus der Grubenstraße in der ersten Halbzeit nicht, sich nennenswerte Chancen zu erspielen. Im Gegensatz dazu gelang es den Gästen durch lange Bälle auf Borris gefährlich in der gegnerischen Hälfe aufzutauchen. Dieser, oft auf sich allein gegen drei Nord-Verteidiger gestellt, holte aus wenig viel heraus. So auch in der 23. Minute, als Borris eine Ecke herausholt. Diese kommt lang auf den zweiten Pfosten, an dem Manndecker Thomas Dunkel – von Nord-Kapitän Wetzold alleingelassen – völlig freistehend zum überraschenden 1:0 für Grün-Weiß einschob. Nur sieben Minuten später war es abermals Borris, der sich über die linke Seite gegen die dilettantisch agierenden Verteidiger von Nord durchsetzen kann, in den Strafraum eindringt und nur durch ein Foulspiel zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelt er sicher und so stand es 2:0 für den Underdog. Kurz vor der Pause hätten die Gastgeber durchaus einen weiteren Rückschlag einstecken können, als der frustrierte Wetzold nach einem verlorenen Zweikampf übel gegen Butter nachtrat. Der Schiedsrichter beließ es jedoch bei einer gelben Karte.
Im zweiten Durchgang blieb der zuvor schon angeschlagene Jüngling in der Kabine und es kam der von den Senioren reaktivierte Thomas Pfeiffer. Durch diesen Wechsel musste sich Grün-Weiß defensiv erst neu finden und diese Phase nutzte Nord und kam zu drei guten Möglichkeiten. Eine davon parierte Keeper Kirchner überragend, einen Elfmeter verwandelte Schuchardt in der 58. Minute sicher zum 2:1 und ein Kopfballtor wurde, wahrscheinlich zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen. Ansonsten brachte Nord weiterhin nur Stückwerk hervor, was dem leidenschaftlichen Engagement der Grün-Weißen zu verdanken war. In der 80. Minute war es der eingewechselte Routinier Pfeiffer, der am 16er einer Verteidiger ausnimmt uns überlegt ins lange Eck zum entscheidenden 3:1 Endstand für die Gäste einschob.
Eine solch disziplinierte und aufopfernde Leistung sicherte dem VfB verdient den sechsten Sieg in Folge. Am kommenden Sonntag steht bereits der nächste Kracher ins Haus. Da ist mit Empor Erfurt ein weiteres heißes Eisen für den Aufstieg im Sportforum zu Gast. Wenn die Grün-Weißen es schaffen, nochmals eine solche Leistung abzuliefern, steht unseren Fans ein weiteres spannendes Spiel bevor – denn das 1:5 aus dem Hinspiel heißt es wiedergutzumachen. FB.