I | Eintracht Erfurt vs. VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt 4:1 (1:0)

Grün-Weiß: Auswärts keinen Besuch wert

Am 11. Spieltag waren unsere Männer zu Gast beim Landesklasseabsteiger Eintracht Erfurt. Nachdem man letztes Wochenende 4:1 daheim gegen Buttstädt triumphieren konnte, war man gewillt, die schlechte Auswärtsbilanz zu verbessern und mit einem Sieg den Platz unter den ersten vier zu verteidigen.

Die ersten fünf Minuten sahen auch sehr vielversprechend aus. Den Gastgebern war die Unsicherheit anzumerken und die Grün-Weißen sorgten durch Fernschüsse von Borris und dem wiedergenesenen Kapitän Pfreimer zu guten Möglichkeiten. Jedoch nutzte Eintracht eine Schwäche in der Hintermannschaft der Gäste zur 1:0 Führung. Wie so oft, ein langer Ball aus dem Mittelfeld; Manndecker Hucke kommt nicht mehr heran, Neumann lässt seinen Gegenspieler laufen, der den Ball am (vielleicht etwas zu früh) herausstürmenden Grün-Weiß-Keeper vorbei ins Tor schiebt. Ab diesem Zeitpunkt ging bei den Gästen nichts mehr. Nur äußerst selten konnte man sich in der eigenen Hälfte befreien und dann mit langen Bällen die Stürmer Borris und Ruch bedienen. Doch trotz einiger Unsicherheiten in der Hintermannschaft der Gastgeber konnte daraus kein Kapital geschlagen werden. Im Verlauf der ersten Hälfte wurde deutlich, dass die Zuordnung bei den Gästen nicht stimmte und auch nach der Halbzeit war man nicht in der Lage dies zu korrigieren. Die Folge dieser taktischen Unordnung war, dass die Spieler der Eintracht immer zu viel Platz bei der Ballannahme und Weiterverarbeitung hatten. Symptomatisch dafür sorgte der Kapitän der Heimmannschaft nach wenigen Minuten der zweiten Halbzeit völlig freistehen aus 16 Metern für das 2:0. Selbst nach diesem Hallo-Wach-Effekt waren die Gäste nicht in der Lage sich aufzubäumen und spielten Fußball zum Abgewöhnen. Logische Konsequenz des taktischen Hühnerhaufens, des No-Körperkontakt-Fußballs und der Ohne-Willen-Einstellung war das 3:0, als Drautz nach einem Ball, der durch den Sechzehner rutschte, am langen Pfosten freistehend einköpfte. Kurz darauf das 4:0. Komischerweise zeigte der ‚Anschlusstreffer‘ durch Hucke nach eine Ecke von Ruch für Probleme bei den Gastgebern. Sie wirkten unsicher und waren verbal nicht mehr positiv zueinander. Doch kam dieser Treffer viel zu spät. Hätte man vorher den Druck der letzten 10 Minuten entwickelt, wäre hier etwas zu holen gewesen.

Doch aufgrund der defizitären Zuordnung, welche nicht mal C-Jugendniveau hatte, und der mangelnden mentalen Einstellung holte man sich auch dieses Wochenende wieder eine 4:1 Packung auf fremden Platz ein…

I vs Eintracht