I. | VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt – SV 1916 Großrudestedt 2:2 (1:2)

Und die Serie geht weiter…

Auch im 11. Spiel in Folge bleiben die Grün-Weißen ungeschlagen. Nach dem sensationellen Auswärtserfolg in der Vorwoche beim Tabellenzweiten SV Empor Erfurt, gelang es heute sogar den Tabellenprimus aus Großrudestedt zu ärgern. Dabei erwischte die Heimelf einen Traumstart. Bereits der erste Angriff in der 2. Spielminute wurde wunderbar über Hoppe auf Ruch herausgespielt. Dieser sah den mitgelaufenen Pfreimer und legte im Fünfmeterraum quer. Unser Capitano vollendete den mustergültigen Angriff zum umjubelten Führungstreffer. Mit der frühen Führung im Rücken nahmen die Hausherren den Fuß vom Gas. So schlichen sich im Laufe der ersten Halbzeit immer wieder Unkonzentriertheiten ein. Die Gäste, bekannt für ihr gefährliches Sturmduo um Menge und Teubert, agierten überwiegend mit langen Bällen und schafften es das ein oder andere Mal durch ihre Lufthoheit in den Strafraum der Mannen vom Johannesplatz einzudringen. Die Schwäche der Grün-Weißen bei gegnerischen Standards zeigte sich auch heute wieder in der 14. Spielminute. Bei einem lang getretenen Eckball konnte der Gästespieler das Spielgerät ohne jegliche Bedrängnis in den Sechzehner quer legen. Auch in der Strafraummitte passte die Zuordnung nicht und so konnte der Großrudestedter Spieler vollkommen frei zum Ausgleich einschieben. Kurz vor der Halbzeitpause wurde dann der nächste Fehler eiskalt vom Tabellenführer bestraft. Nach Ballverlust in zentraler Position im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um und Menge verwandelte im Stile eines echten Torjägers unhaltbar für Schultze.
Dem hohen Tempo der Partie musste die Elf aus Großrudestedt am Ende aber doch noch in Hälfte zwei Tribut zollen. Nennenswerte Chancen waren bis zum Schlusspfiff eher Mangelware. Dennoch konnte man eine optische Überlegenheit der Grün-Weißen ausmachen, welche sich vor allem im deutlichen Übergewicht beim Ballbesitz äußerte. Die Aufstiegsaspiranten aus Großrudestedt wurden aus dem Spiel heraus kaum gefährlich. Wenn es brenzlig wurde, dann über Standards, bei welchen die Zuordnung der grün-weißen Defensive das ein oder andere Mal wiederum nicht stimmte. Dennoch gab sich die Heimelf bis zum Schluss nicht auf. Nach zwei Großchancen durch Körner, gelang Innenverteidiger Kühnel (sonst eher für seine Grätschen bekannt) der absolut verdiente Ausgleichstreffer per Kopf in der letzten Spielminute. Somit hält die unglaubliche Serie von nunmehr 11 Spielen ohne Niederlage weiter an und aktuell ist die Mannschaft vom Johannesplatz das einzige Team der Liga, welches in der Rückrunde noch kein Spiel verloren hat. Die gute Auswärtsbilanz der letzten Spiele macht zudem Hoffnung, dass die Serie nächste Woche in Kerspleben weiter ausgebaut werden kann.