I. | VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt – SG An der Lache 4:2 (2:1)

Revanche geglückt – Siegesserie der Grün-Weißen hält an
Am 22. Spieltag gastierte die Spielgemeinschaft An der Lache im Sportforum am Johannesplatz. Das Hinspiel gewannen die Gäste mit 5:1, sodass dringender Wiedergutmachungsbedarf seitens der Grün-Weißen bestand. Da Trainer Maik Körner aufgrund einer diskutablen Vier-Spiele-Sperre nur zuschauen durfte, wurde dieser von Vize-Präsident Stephan Ruch auf der Trainerbank vertreten.
Die Gastgeber begannen die Partie engagiert und stellten tiefstehend die Räume gut zu, sodass Lache wenig Torgefahr ausstrahlen konnte. Im Spiel nach vorn war Grün-Weiß stets über die schnellen Borris und Körner gefährlich. So dauerte es nur neun Minuten bis sich Borris über die linke Seite im Strafraum durchsetzen konnte und stark auf Ben Körner in die Mitte legte, der aus fünf Metern zur 1:0 Führung für den VfB einschob. Da die Gäste keine spielerischen Mittel gegen die gut formierte Defensive von Grün-Weiß fanden, kämpften sie sich in die Partie und kamen in der 22. Minute durch Weise zum Ausgleich – auch wenn man hier über eine mögliche Abseitsstellung des Torschützen diskutieren darf. Aber die Männer vom Johannesplatz zeigten sich davon eher unbeeindruckt. Einmal mehr war es Borris, der wieder über die linke Seite in den Strafraum eindrang, zwei Mann stehen ließ und vom Dritten nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß versenkte er nur drei Minuten nach dem Ausgleich sicher zur erneuten Führung. Dass es allein in der ersten Halbzeit drei gelbe Karten für die Gäste und eine für Grün-Weiß gab zeigt, dass es eine durchaus hartgeführte Partie war.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Gästetrainer Geißler spielentscheidend. Für Kapitän Thielemann kam Hoffmann, der von diesem die Binde übernahm. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel unruhiger und die Gemüter erhitzten sich zunehmend. Von Fußball konnte nun in den seltensten Fällen die Rede sein und die Gäste, angeführt von Neu-Kapitän Hoffmann, nutzten diese Phase zum 2:2 durch Weise in der 63. Minute. Die Gäste waren nun gewillt, dass Spiel komplett zu drehen und rannten mutig und engagiert nach vorn. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich pfiff Schiedsrichter Eichhorn, dem das Spiel in Halbzeit Zwei leider etwas entglitt, einen zweifelhaften Elfmeter für die Gäste. Der eingewechselte Hoffmann trat an, scheiterte aber an Kirchner im Tor der Gastgeber. Wiederum nur drei Minuten später brachte Pfreimer einen der zahlreichen Freistöße von der rechten Seite über alle Mit- und Gegenspieler auf den langen Pfosten, an dem Neumann, zugegebenermaßen mehr schlecht als recht J, den Ball zum vielumjubelten 3:2 ins lange Eck zimmerte. Die Entscheidung brachte dann der Platzverweis Hoffmanns in der 74. Minute. Der ‚Held des Tages‘, immerhin stolze 23 Minuten auf dem Feld, sah nach Foulspiel Gelb und handelte sich durch Meckern im selben Atemzug die Ampelkarte ein. In der Folge hatten die Gastgeber in Überzahl und in Führung liegend noch einige Konterchancen, welche aber mitunter fahrlässig vergeben wurden. Das i-Tüpfelchen setzte Jüngling in der 79. Minute.
So endete eine fußballerisch weniger gute, aber dafür nervenaufreibende, spannende und unterhaltsame Partie 4:2 für den VfB. Am kommenden Samstag steigt in der Grubenstraße dann das Derby um 15 Uhr gegen den FC Erfurt Nord, welches nach dem starken und etwas unglücklichen 1:1 aus dem Hinspiel nicht weniger Spannung verspricht.​​​ FB.